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Denk!mal: Alte Stadt – Neues Leben

[Goethe Galerie]

Es ist Halbzeit! Nein, nicht beim Fußball. Es geht vielmehr um die Sanierung und Erneuerung der städtischen Zentren in Berlin, Brandenburg, Mecklenburg-Vorpommern, Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen seit der Wende.
In vielen ostdeutschen Innenstädten war die Bausubstanz mit zahlreichen wertvollen Gebäuden und Baudenkmalen durch jahrzehntelange Vernachlässigung desolat geworden. Es drohte nicht selten ein Totalverlust. Kulturell bedeutsame Bauensembles schienen unwiederbringlich verloren zu sein. So mancher historischer Stadtkern war zwar stark geschädigt, aber in seiner Struktur dennoch einigermaßen erhalten. Gegen den fortschreitenden Zerfall sollte etwas getan werden und zwar schnell.
Nach 1990 wurden mehrere städtebauliche Förderprogramme, unter anderem 1991 das Programm städtebaulicher Denkmalschutz auf den Weg gebracht, um die historischen Altstädte zu retten und zu revitalisieren. Ein Zeitraum von wenigstens 30 Jahren ist dabei veranschlagt worden, da man von einer Generationenaufgabe ausging. Rund 15 Jahre sind seitdem vergangen. Dies war Anlass genug, um eine Zwischenbilanz zu ziehen. Was haben die Gemeinden und ihre Bürger mit der Unterstützung durch den Bund und die Länder sowie der Bürgerbewegung Deutsche Stiftung Denkmalschutz bei der Erneuerung der Innenstädte Ostdeutschlands bisher erreicht? Und was bleibt noch zu tun?
Die Resultate sind in einer Ausstellung aufgearbeitet und präsentieren mit brillanten aussagekräftigen Fotos auf über 100 Schautafeln Altes und Neues in einer interessanten Gegenüberstellung. 155 Städte in den neuen Ländern sind inzwischen gefördert worden. Eine davon ist Jena. Auf Grund der kulturhistorisch bedeutsamen Baudenkmäler und interessanten Sehenswürdigkeiten gehörte die Jenaer Innenstadt von 1990 bis 1995 zu den besonders geförderten Modellvorhaben der Stadtsanierung. Auch danach flossen kontinuierlich Gelder von Bund und Land im Rahmen der Städtebauförderung in die Sanierung der Jenaer Innenstadt und in die angrenzenden Neubaugebiete. Fünf spezielle „Jenatafeln“ dokumentieren dies.
Die Ausstellung, die als Wanderausstellung konzipiert ist und seit der Eröffnung 2006 bereits in 25 Städten Ostdeutschlands mit großem Erfolg gezeigt wurde, wird in Jena vom 21.Juli bis 2. August 2008 in der Goethegalerie präsentiert.


Kommentieren (0 vorhanden) | Lesezeichen | 16. Juli 2008, 13:43




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