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Experten diskutieren in Jena Ursache und Therapien von Gestose

[Universitätsklinikum]

Jena. Etwa 200 Teilnehmer, klinische Forscher, Ärzte und Geburtshelfer, erwarten die Organisatoren des 13. Deutschen Gestose-Kongresses in dieser Woche in Jena. Im Mittelpunkt der Fachtagung, die von der Arbeitsgemeinschaft Schwangerschaftshochdruck/Gestose e.V. der Deutschen Gesellschaft für Gynäkologie und Geburtshilfe ausgerichtet wird, stehen neueste Forschungsergebnisse zu den Ursachen, der Diagnose und der Behandlung dieser schweren schwangerschaftsbedingten Erkrankung.

„Ein neu in der Schwangerschaft auftretender Bluthochdruck ist eine der häufigsten Ursachen für schwere Komplikationen, die das Leben der werdenden Mutter gefährden und zu Frühgeburten führen können“, beschreibt Professor Dr. Ekkehard Schleußner die Gestose, die früher vereinfachend als Schwangerschaftsvergiftung bezeichnet wurde.

Durch intensive Forschungsarbeit hat sich in den letzten Jahren das Wissen über die Entstehung und den Verlauf der Präeklampsie, der häufigsten Gestose-Form, bedeutend erweitert. „Dennoch sind wir auch heute noch weit entfernt, die Komplexität der Erkrankung wirklich zu verstehen“, so der Direktor der Abteilung Geburtshilfe an der Klinik für Frauenheilkunde und Geburtshilfe des Universitätsklinikums Jena.

Neben Vorträgen zu molekularmedizinischen Forschungsergebnissen und Behandlungsstudien wird die Erkrankung mütterlicher Blutgefäße ein wissenschaftlicher Schwerpunkt der Tagung sein. Der Fehlfunktion von den Gefäßwand-Zellen, die bei einer Vielzahl von Herz-Kreislauf-Erkrankungen eine Rolle spielt, ist ein interdisziplinärer Workshop gewidmet. „Wir wollen von den Erfahrungen bei der Behandlung von Endothelerkrankungen in anderen Fachgebieten lernen für die Behandlung der Präeklampsie“, sagt Tagungspräsident Schleußner.

Eingebettet in den Kongress ist am 4. April das 11. Jenaer Geburtshilfe-Symposium. Darin wenden sich die Experten mit ihren Erfahrungen und Forschungsergebnissen zum schwangerschaftsbedingten Bluthochdruck direkt an Frauenärzte, Geburtshelfer und Hebammen. „Die neuesten wissenschaftlichen Erkenntnisse sollen möglichst schnell in die tägliche Arbeit in Klinik und Praxis einfließen, damit unsere Patientinnen davon profitieren können“, betont Professor Schleußner.

Terminhinweis:
13. Deutscher Gestose-Kongress,
2. – 4. April,
Campus Ernst-Abbe-Platz der Friedrich-Schiller-Universität Jena


Kommentieren (0 vorhanden) | Lesezeichen | 31. März 2009, 12:12




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