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Universitätsklinikum Jena stärkt Arbeitsbereich für Neuroradiologie

[Universitätsklinikum]

Jena. Am Institut für Diagnostische und Interventionelle Radiologie des Universitätsklinikums Jena ist der Arbeitsbereich für Neuroradiologie neu besetzt worden. Durch die Zunahme von Schlaganfällen und Durchblutungsstörungen im Kopf-Hals-Bereich in der Bevölkerung werden neuroradiologische Eingriffe immer häufiger notwendig. Dank neuster minimal-invasiver Behandlungsverfahren gibt es Alternativen zu den bisherigen Operationsmethoden.

Als neuer Leiter des Bereichs für Neuroradiologie stellt sich Prof. Dr. Mayer mit seinen Mitarbeitern dem wachsenden Bedarf an Präventions- und Therapiemaßnahmen in diesem speziellen Fachgebiet. Das Gebiet der Neuroradiologie als Teil der allgemeinen Röntgendiagnostik befasst sich mit der bildgebenden Diagnostik und minimal-invasiven Therapie bei Erkrankungen des Zentralen Nervensystems – des Gehirns und des Rückenmarks. „Unser Schwerpunkt liegen derzeit unter anderem in der endovaskulären Behandlung von Schlaganfallpatienten, deren Erkrankung meist durch Durchblutungsstörungen oder Hirnblutungen hervorgerufen werden und deren Therapie wir auf dem natürlichen Blutaderweg durchführen“, so Prof. Mayer.

Für die Behandlungen steht dem 52-jährigen Mediziner ein interdisziplinäres Team an Mitarbeitern zur Verfügung. „Wir sind zwar bisher nur ein kleiner Kollegenkreis, aber durch die interdisziplinäre Tätigkeit unseres Teams mit Fachärzten aus Radiologie, Neurochirurgie und Neurologie gelingt es uns, den Patienten eine optimale Versorgung zu teil werden zu lassen.“

Das Team der Neuroradiologie kann zur Diagnoseerstellung und zur Behandlung der Patienten auf modernste Technik am Institut für Diagnostische und Interventionelle Radiologie zurückgreifen. Unterstützt von Bild gebenden Verfahren wie Computertomographie (CT), Magnetresonanztomographie (MRT) und Angiographie sind Operationen an Gehirn und Rückenmark heute besser planbar. Dabei erstellen die Ärzte der Neuroradiologie am Krankheitsbild des einzelnen Patienten zusammen mit den jeweiligen Fachbereichen individuelle Therapiepläne und führen danach die Behandlungen durch.

Vor einem Jahr kam Prof. Mayer, verheiratet und Vater von vier Kindern, vom Uniklinikum Großhadern aus München nach Jena, um das Fachgebiet der Neuroradiologie in Forschung, Lehre und Therapie am entsprechenden Institut zu stärken. Jetzt stehen für ihn und sein Team neben dem medizinischen Klinikalltag vor allem umfangreiche Aufgaben in der Aus- und Weiterbildung von Studenten und Ärzten in Form von Vorlesungen und Seminaren im Fokus. An der Medizinischen Fakultät des Universitätsklinikums Jena hat er die Professur für Neuroradiologie inne.

„Gerade die Lehre liegt uns besonders am Herzen, um möglichst vielen Studierenden und Kollegen die Möglichkeit zu geben, sich mit diesem sehr innovativen und anspruchsvollen medizinischen Teilgebiet zu befassen.” Mit einer Einführungsveranstaltung am Freitag, 24. April 2009 stellt Prof. Mayer seinen Arbeitsbereich vor.
Kommentieren (0 vorhanden) | Lesezeichen | 3. April 2009, 16:47




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