[Agentur für Arbeit]
Jena. Wer die Wahl hat, hat die Qual. Das gilt angesichts von 350 bundesweit anerkannten Ausbildungsberufen auch für junge Menschen beim Prozess der Berufswahl. Zudem ist es mit der Entscheidung für einen bestimmten Beruf nicht getan, sondern es muss auch noch der richtige Ausbildungsbetrieb gefunden werden.
Noch vor wenigen Jahren war es für Jugendliche oft schwierig, den gewünschten Ausbildungsplatz in Thüringen zu finden. Heute sieht die Situation ganz anders aus. Inzwischen haben viele Unternehmen Probleme bei der Suche nach geeigneten und interessierten Jugendlichen.
Um den beiderseitigen Suchprozess zu erleichtern, hat die Ostthüringer Wirtschaft ihren Fachkräfteatlas erarbeitet. Es ist ein Gemeinschaftswerk der Industrie- und Handelskammer und der Handwerkskammer für Ostthüringen. Er hilft Schülern, deren Eltern und auch den Lehrern, in ihrer Region geeignete Ausbildungsbetriebe und Ausbildungsberufe aufzustöbern.
Der Fachkräfteatlas ist eine systematische Grundlage zur Berufsorientierung. Er soll im Unterricht der 7. Klasse für alle Ostthüringer Schüler, aller Schularten als Lernmittel eingesetzt werden. Darüber hinaus soll er Eltern, Lehrern und allen anderen Interessierten als Informationsgrundlage dienen.
Im Detail vermittelt der Fachkräfteatlas einen Überblick über 550 Ausbildungsbetriebe geordnet nach Landkreisen und kreisfreien Städten mit
Zudem enthält er Hinweise und Daten zur beruflichen Bildung sowie Tipps von Personalleitern und Fach- und Führungskräften.
Die Auflagenhöhe beträgt 7.000 Stück. Von den Kosten in Höhe von 130.000 trägt der Freistaat Thüringen 109.800 €. Die restlichen 20.200 € werden von IHK und HWK gemeinsam übernommen.
Die Agentur für Arbeit Jena unterstützt diese Initiative und stellt den Ausbildungsatlas ab sofort im Berufsinformationszentrum (BIZ) und in allen Geschäftsstellen für die Nutzung durch Jugendliche zur Verfügung.
Schüler können sich mit diesem Werk einen ersten Überblick über den Ausbildungsmarkt der Region verschaffen. Auf diesem Wissen können die Berufsberater aufbauen und die neu entdeckten Berufe mit den Jugendlichen näher besprechen und ggf. im Anschluss daran freie Ausbildungsstellen vermitteln.
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