[Lichtbildarena]
Am 4. Juli 2008 starteten die beiden Jenaer Reisejournalisten und Lichtbildarena-Organisatoren ihre Reise durch Kanada genau an der Stelle, wo letztes Jahr am 14. August 2007 die Tour durch einen schweren Zusammenstoß mit einem Motorrad endete. Ein Harley-Davidson-Fahrer raste damals auf freier Strecke ohne Gegenverkehr von hinten kommend mit einer Geschwindigkeit von über 100 km/h in Barbara Vetters Fahrrad. Beide überlebten den heftigen Zusammenprall und wurden mit der Ambulanz schwer verletzt in das nur 30 Kilometer zurückliegende „Elk Valley Hospital“ in Fernie (British Columbia/Kanada) gebracht. Mit hoher Wahrscheinlichkeit hatte der Motorradfahrer nach einem langen Tag einen Sekundenschlaf und „versäumte“ das Überholen. Ihr mitreisender Partner Vincent Heiland und die einjährige Tochter Saba Luna fuhren 5 Meter nach hinten versetzt und wurde glücklicher Weise nicht erfasst.
Die Ärzte und das Pflegepersonal in dem 30 Betten großen Provinzkrankenhaus kümmerten sich rührend um die Schwerverletzte als auch um die beiden Mitreisenden. Alle drei wurden in einem Krankenhauszimmer untergebracht. Auch Bekannte, welche die 3 Reisenden auf ihrer Tour durch die Rocky Mountains bereits Wochen vorher kennenlernten, erfuhren über Medien und Mundpropaganda von dem Unglück, kamen z.T. aus mehrere Autostunden entfernt gelegenen Orten angereist, um die Radler-Familie nicht nur mental mit Blumen und kleinen Geschenken, sondern auch aktiv bei den Formalitäten der Polizei, Versicherungsangelegenheiten und dem Rücktransport nach Jena zu unterstützen. Nach einem insgesamt 5-wöchigem Krankenhausaufenthalt in Kanada und Jena, und einem halben Jahr Rehabilitation mit intensiver Physiotherapie konnte Barbara Vetter wieder soweit hergestellt werden. Die beiden Jenaer Reisejournalisten setzen nun zusammen mit ihrer inzwischen zweijährigen Tochter die Reise einmal quer durch Kanada fort.
Surftips:
Kommentarfunktion für diesen Artikel geschlossen.