[CDU Jena]
Der Jenaer Landtagsabgeordnete Reyk Seela (CDU) ist erleichtert darüber, dass auch über das Jahresende hinaus medizinisch-therapeutische Leistungen für Kinder mit Behinderungen in integrativen Kindertagesstätten erbracht werden können. Damit ist nach seinen Worten das Kita-Wahlrecht auch für die Eltern dieser Kinder gesichert.
Der Fortbestand der Regelung war fraglich, weil der Bund in der neugeregelten Heilmittelrichtlinie die mobile Erbringung von medizinisch-therapeutischen Leistungen in den Kindertagsstätten ab Januar 2009 eingeschränkt hat. Darauf hin hatten die Krankenkassen angekündigt, die Vereinbarung im Rahmen der Landesrahmenvereinigung zur Frühförderung zum 31.12.2008 auslaufen zu lassen, was zurecht auch von der Jenaer Selbsthilfegruppe „neuroKind“ kritisiert wird.
Laut Seelas Auskunft, hätten Eltern ohne die zwischen den kommunalen Spitzenverbänden, den Krankenkassen und Sozialministerium erzielte Einigung zukünftig lediglich große Einrichtungen mit eigenen Therapeuten aufsuchen können. Zukünftig solle die Therapie von Kindern mit entsprechendem Förderbedarf in enger Anbindung an die Interdisziplinären Frühförderstellen erfolgen. Das bedeutet, dass eine therapeutische Behandlung auch in den Einrichtungen weiterhin möglich sei, wobei jedoch ein höheres Maß an Fachlichkeit erreicht werden müsse.
Besonders wichtig sei, dass das bestehende System damit weiter entwickelt werde. Vorgesehen sind dazu monatliche Gespräche zwischen den Eltern und den Therapeuten, „damit Eltern und Therapeuten bei der Förderung der behinderten oder von Behinderung bedrohten Kinder Hand in Hand arbeiten“, so der Landespolitiker, der zugleich auch dem Sozial- und Gleichstellungsausschuss des Jenaer Stadtrates vorsitzt.
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