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Jenaer Pharmakologe erhielt Preis für Hormonforschung

[Universitätsklinikum]

Jena. Der Nachwuchsforscher Florian Pöll ist für seine Arbeit über die unterschiedliche Wirkung zweier Medikamente auf die Hormonproduktion von Tumoren mit dem Ernst-und-Berta-Scharrer-Preis ausgezeichnet worden. In diesem Jahr vergab die Deutsche Gesellschaft für Endokrinologie erstmals zwei dieser Förderpreise für Arbeiten auf dem Gebiet der Hormonforschung an insgesamt vier junge Wissenschaftler. Die Preise wurden auf der Jahrestagung der Gesellschaft in der vergangenen Woche in Gießen überreicht.
Florian Pöll ist Doktorand am Institut für Pharmakologie und Toxikologie des Universitätsklinikums. Der Neurobiologe untersuchte für seine Doktorarbeit die pharmakologische Wirkung zweier Medikamente gegen neuroendokrine Tumoren und Akromegalie, eine durch einen Tumor der Hirnanhangdrüse verursachte Erkrankung. „Das Ziel des Medikamenteneinsatzes ist bei beiden Krankheiten, die Abgabe der durch die Tumoren im Überfluss produzierten Hormone zu hemmen“, erklärt der Nachwuchswissenschaftler. Dazu beeinflussen beide Wirkstoffe die Hormonrezeptoren in der Zellwand, die sogenannten Somatostatin-Rezeptoren. „Allerdings unterscheiden sich die beiden chemisch sehr ähnlichen Stoffe in der Signalübertragung auf molekularer Ebene grundlegend“, fasst Pöll das Ergebnis seiner Arbeit zusammen.
Der neuere der untersuchten Wirkstoffe befindet sich noch in der klinischen Erprobung. „Unsere Resultate könnten eine wichtige Hilfe bei der Beantwortung von Fragen sein, die sich hierbei möglicherweise ergeben“, sagt Institutsdirektor Prof. Dr. Stefan Schulz, der die Dissertation von Florian Pöll betreut.


Kommentieren (0 vorhanden) | Lesezeichen | 12. März 2009, 15:26




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