[TuS Jena]
So erfolgreich und problemlos die Hinrunde in der 2. Damen Basketball Bundesliga für das Team der Burgauoark Ladybaskets lief – so schwierig gestalten sich derzeit die letzten Wochen der erwartet schweren Rückrunde. Nicht umsonst hatten die Verant wortlichen des TuS Jena kräftig auf die Euphoriebremse getreten, als so mancher nach der Hinrunde die Worte „Playoffs“ oder gar „Aufstieg“ ins Rennen warf. Die Erfahrungen aus den letzten Jahren und die absehbar schwere Rückrunde waren ausschlaggebende Punkte dafür, dass Coach Wolfgang Meier eine Platzierung „nur“ unter den ersten Sechs als realistische Zielstellung ausgab.
Wie schnell sich Dinge ändern sieht man derzeit, da die Burgaupark Ladybaskets nach nunmehr sechs Niederlagen in Folge auf dem fünften Platz der Tabelle und trotz großem Kampf und guter Spielleistungen aufgrund dieser Ergebnisse nicht auf einem Playoff-Platz zu finden sind. Obwohl die TuS Damen mit dem dauerhaften Ausfall von Franziska Wenzel „nur“ auf einen Leistungsträger verzichten mussten, gelang es nicht, nahtlos an die teils überraschenden Erfolge der Hinrunde anzuknüpfen.
So stehen die Damen von Wolfgang Meier nun vor dem sicherlich entscheidenden Spiel um den Einzug in die Playoffs: Opladen als ungeschlagener Tabellenführer (konnte gerade so einen Sieg aus Jena am vergangenen Sonntag mitnehmen) steht sicher als erster Teilnehmer fest. Osnabrück (2) und Wedel (3) sind nach Punkten vor Jena und werden voraussichtlich kein Spiel mehr verlieren. Einzig die Mannschaft aus Quakenbrück (auch „Entenhausen“ im Basketballer-Sprachgebrauch), die vor dem Jenaer Team derzeit den vierten Platz belegt, könnte noch abgefangen werden.
Bei einem Jenear Sieg am Sonntag wäre man punktgleich und der Ausgang der restlichen zwei Spiele würde entscheiden (Jena hat allerdings das vermeintlich härtere Restprogramm mit Köln und Berlin). Bei einer Niederlage der Burgaupark Ladybaskets wäre eine Qualifikation für die Aufstiegsrunde zur ersten Liga (nur 1.-4.Platz) unmöglich, weil Quakenbrück durch den direkten Vergleich in jeder denkbaren Konstellation besser platziert werden würde.
Doch zurück zu den erwähnten Personalsogen beim TuS Team: Frauke Till als einzige „Lange“ plagen nach wie vor Kniebeschwerden – sie wird dementsprechend in der Woche geschont und kommt fast ausschließlich in den Spielen zum Einsatz. Während Tanja Schäffners Einsatz am heutigen Tage kurz in Frage stand (Zahnprobleme) und sie dann aber doch „grünes Licht“ gab, verletzte sich Jenny Menz im heutigen Training und zog sich vermutlich eine Adduktorenzerrung zu, deren Ausmaß und Auswirkung auf den Einsatz am Sonntag sicher erst morgen zu beurteilen sind.
Bereits am Dienstag verletzte sich „Frischling“ Denise Alkewitz beim Landesfinale „Jugend trainiert “ erneut mit einer Bänderdehnung im Fuß und fällt defi nitiv aus. Zu guter Letzt wird man auch auf Youngster Clara Schmidt verzichten müssen die aufgrund einer Familienangelegenheit die Reise ins Artland nicht mit antreten wird.
So wird der Kader von Coach Meier am Sonntag wohl höchstens sieben Spielerinnen umfassen und die Vorzeichen für eine erfolgreiche Mission sind damit eher schlecht als recht zu sehen. Jedoch werden die TuS Damen keinesfalls klein beigeben und erneut mit Kampf und Einsatz versuchen den widrigen Umständen zu trotzen – Ausreden gibt es nicht.
Dass es auch mit „sieben Glorreichen“ geht, sah man unter anderem zuletzt in der Saison 2006/07, als die Burgaupark Ladybaskets als Vorletzter in Abstiegsnot den damaligen Dritten aus Leimen nach großem Kampf bezwangen und die Mission „Nichtabstieg“ gebührend einleiteten. Vielleicht hilft der Rückblick auf dieses Spiel den Damen, am Sonntag das scheinbar Unmögliche möglich zu machen.
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