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DFB-Strafmaß nach Thüringenderby wird vom FC Carl Zeiss Jena nicht akzeptiert

[FC Carl Zeiss Jena]

Nach den Vorkommnissen im Thüringenderby zwischen dem FC Carl Zeiss Jena und dem FC Rot-Weiß Erfurt, bei dem Fans des Gastvereins aus Erfurt mehrfach pyrotechnische Erzeugnisse abbrannten und damit sogar für eine Spielunterbrechung sorgten, informierte der DFB den FC Carl Zeiss Jena, den Verein ebenfalls mit einer Strafe zu belegen. Der im Raum stehenden Geldstrafe über € 8.000,00 wegen eines „nicht ausreichenden Ordnungsund Sicherheitsdienstes“ stimmte der FC Carl Zeiss Jena nicht zu.

Der FC Carl Zeiss Jena hat am heutigen Tage fristgemäß und detailliert in schriftlicher Form dem Strafantrag des DFB-Kontrollausschusses widersprochen. Dabei verweist der Thüringer Traditionsverein auf die bereits im November des Vorjahres begonnenen intensiven Vorbereitungen des Thüringenderbys. Sport-Geschäftsführer Carsten Linke: „Zusammen mit der Polizeidirektion Jena wurde ein Sicherheitskonzept erarbeitet, das vollumfänglich auf räumliche Trennung der Fans und Deeskalation aufgebaut war.“

Den Vorwurf des „nicht ausreichenden Ordnungs- und Sicherheitsdienstes“ will der Verein so nicht stehen lassen. So wurden die Erfurter Fans bereits im Zug von der Bundespolizei und den mitgereisten szenekundigen Beamten einer Vorkontrolle unterzogen. Auch die per Bus angereisten Fans wurden bereits beim Einsteigen kontrolliert. Zusätzlich gab es zwei Personenkontrollen vor dem Einlass in das Ernst-Abbe-Sportfeld.

Des Weiteren verweist der FC Carl Zeiss Jena auf die erheblichen Mehrkosten, die im Rahmen der Vorbereitung und Durchführung des Thüringenderbys vom Verein zu tragen waren.

Sport-Geschäftsführer Carsten Linke: „Den Jenaer Fans wird von allen Beteiligten ein vorbildliches Verhalten bestätigt. Die Polizei bescheinigt den Ordnungsdiensten eine gewissenhafte Durchführung der Personenkontrollen. Eine Bestrafung seitens des DFB würde bedeuten, dass alles, was der Verein im Vorfeld zur Absicherung des Spieles getan hat, nicht berücksichtigt würde. Der Arbeitsaufwand für unsere Mitarbeiter, der Unmut der Fans bezüglich der Kartenabgabe sowie die zusätzlichen Kosten und Mindereinnahmen werden nicht anerkannt.“

Vereinspräsident Peter Schreiber: „Die Fans des FC Carl Zeiss Jena haben die Mehrbelastungen durch den reglementierten Kartenverkauf, die räumliche Trennung der Fans bei der Zuwegung und die damit verbundenen Umwege diszipliniert hingenommen. Sie werden kein Verständnis für eine Strafe aufbringen. Ich frage mich, wie wir auch in Zukunft gemeinsam einwirken wollen, wenn positive Zeichen – wie das vorbildliche Verhalten unserer Fans und der vom Verein geschulterte Kraftakt bei der Durchsetzung des Sicherheitskonzeptes – nicht erhört oder gesehen werden?“

Nach der Ablehnung des DFB-Strafantrages durch den FC Carl Zeiss Jena wird es zu einer mündlichen Verhandlung kommen. Schreiber: „Hier werden wir unsere Position im Sinne unseres Vereins und unserer Fans gegenüber dem DFB vertreten.“


Kommentieren (0 vorhanden) | Lesezeichen | 25. Februar 2009, 10:19




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