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Polizei Jena verstärkt Ermittlungsdruck zur Aufklärung des Busüberfalls durch Rechtsextreme

[Polizeidirektion Jena]

Am Samstag, 14.02.09 kam es an der BAB 4 auf der Rastanlage Teufelstal, nahe des Hermsdorfer Kreuzes, gegen 19:25 Uhr zu einem Angriff auf Insassen von Reisebussen.

Die hessischen und nordrhein-westfälischen Teilnehmer der Kundgebung GEH DENKEN in Dresden befanden sich auf dem Rückweg und legten hier eine Pause ein. Als sie zu ihren Fahrzeugen zurückkehrten, wurden sie von Insassen eines anderen, inzwischen eingetroffenen Busses, lautstark verbal und später tätlich angegriffen. Bei den Auseinandersetzungen wurden nach polizeilichen Erkenntnissen insgesamt fünf der Angegriffenen leicht verletzt an Oberkörper und Gesicht zu. Zwei Verletzte wurden im Anschluss im Klinikum Jena ambulant behandelt, die anderen wurden durch herbeigerufene Rettungskräfte vor Ort versorgt.

Bei Eintreffen der Polizeikräfte auf der Raststätte verließ der Bus mit den Angreifern gerade den Parkplatz. Er wurde kurz darauf durch die Polizei gestoppt, die Personalien der Insassen festgestellt und die ersten Schritte der Strafverfolgung eingeleitet. Diese Personen sind dem rechten Klientel zuzuordnen.
Die weiteren Ermittlungen zum Sachverhalt wurden der Jenaer Kriminalpolizei übertragen, die eine Arbeitsgruppe unter Leitung des Staatsschutzes gebildet hat.

Die Polizeidirektion Jena hat ihre Maßnahmen zur Aufklärung der Straftaten mittlerweile erweitert und intensiviert.
Nachdem in den gestrigen Nachmittagsstunden bekannt wurde, dass ein Geschädigter des Übergriffes sich mit schweren Verletzungen in der Klinik in Jena befindet, wurde der Tatbestand des Verdachtes des Landfriedensbruches erweitert auf den Verdacht des schweren Landfriedensbruches in Tateinheit mit gefährlicher Körperverletzung. Hinsichtlich der schweren Körperverletzung konzentrieren sich die Ermittlungen auf die in Lobeda festgestellten Businsassen. Nach Rücksprache mit der zuständigen Staatsanwaltschaft wurden drei schwedische Tatverdächtige bundesweit zur Festnahme ausgeschrieben.

Darüber hinaus wurde mit der hessischen Polizei die weitere Verfahrensweise hinsichtlich der notwendigen Unterstützung bei Zeugen- und Beschuldigtenvernehmungen abgestimmt.
Die Kriminalpolizei Jena wird durch das Thüringer Landeskriminalamt bei den Ermittlungen unterstützt.

Die Polizei bittet Personen, die sich am 14.02.2009 zwischen 19.00 – und 20.00 Uhr auf der Raststätte Teufelstal an der Bundesautobahn 4 befanden und das Geschehen beobachten konnten, sich an die Kriminalpolizei Jena oder an die nächstgelegene Polizeidienststelle zu wenden um mit ihren Aussagen die Ermittlungen zu unterstützen.
Die Kriminalpolizei Jena ist unter der Rufnummer 03641-810 zu erreichen.


Kommentieren (0 vorhanden) | Lesezeichen | 16. Februar 2009, 13:15




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