[Polizeidirektion Jena]
In den heutigen frühen Morgenstunden, gegen 02:04 Uhr, ereignete sich auf der BAB 4 zwischen den Anschlussstellen Jena-Lobeda und Stadtroda ein folgenschwerer Verkehrsunfall, an dem 3 LKW beteiligt waren.
Aufgrund eines vorangegangenen Verkehrsunfalls am Schorbaer Berg staute sich der Verkehr bis auf Höhe der Gemarkung Gernewitz/ Schlöben in Fahrtrichtung Frankfurt/Main. Ein 31jähriger Tscheche bemerkte diese Verkehrssituation zu spät und fuhr mit seinem Lastzug fast ungebremst auf einem am Stauende stehenden LKW auf. Durch die Wucht des Aufpralls wurde dieser auf einen weiteren vor ihm haltenden LKW geschoben. Die bereits im Stau befindlichen LKW hatten zum Unfallzeitpunkt ordnungsgemäß ihre Warnblinkanlage eingeschalten.
Der Tscheche erlitt durch den Aufprall im völlig zerstörten Fahrerhaus tödliche Verletzungen. Die beiden anderen Kraftfahrer (42 und 53 Jahre) wurden jeweils schwer- und leichtverletzt in das Klinikum nach Jena verbracht.
Aufgrund des stark deformierten Führerhauses des Unfallverursacher sowie dem vor ihm befindlichen LKW gestalteten sich die Rettungs- und Bergungsmaßnahmen insgesamt als äußerst kompliziert.
Der 31-jährige Unfallverursacher sowie der Fahrer des vor ihm haltenden LKW mussten durch die Kameraden der Freiwilligen Feuerwehr Stadtroda aus ihrem Führerhaus herausgeschnitten werden.
Im Zuge der Rettungsmaßnahmen waren Einsatzkräfte der Verkehrspolizeiinspektion Jena, der Polizeiinspektionen Jena und Rettungskräfte aus Jena und Stadtroda an der Unfallstelle eingesetzt.
Für die Rettungs- und Bergungsmaßnahmen war die BAB 4 für 4 Stunden voll gesperrt. Der Verkehr wurde über die angrenzenden Landstraßen umgeleitet.
Aufgrund der weiterführenden Bergungsmaßnahmen kam es bis in die frühen Nachmittagsstunden zu Behinderungen im Bereich der Unfallstelle.
Der Sachschaden wird auf cirka 190.000 Euro beziffert.
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