[USV Jena]
Die Frauenfußballerinnen des FF USV Jena verloren gegen die favorisierten Bayern-Frauen am Sonntag mit 0:2. Schwerer wog jedoch die Verletzung der Brasilianerin Carol Carioca, die sich eine Fraktur des Sprunggelenks zuzog. Trainerin Heidi Vater war der Schock auch Minuten nach dem Spiel noch anzumerken.
Dabei begann es gar nicht so schlecht für den FF USV Jena, Anonma tauchte schon in der 2.Minute im Gäste-Strafraum auf, ihre Eingabe fand jedoch keine Mitspielerin. Dann setzte sich Sylvia Arnold auf Rechtsaußen durch, der wohl als Flanke gedachte Ball knallte gegen den langen Pfosten (6.). Bayern ließ sich zum ersten Mal ernsthaft durch Nationalspielerin Melanie Behringer vor dem Jenaer Tor blicken, aber Torhüterin Jana Burmeister klärte mit Fußabwehr (8.).
Dann war Jena wieder am Zug, Carol Carioca`s Kopfball nach Anonma-Ecke auf das Bayern-Tor wurde noch kurz vor Überschreiten der Linie weg geschlagen. Jenas Kombinationsspiel lief weiter Klasse, der wohl schönste Spielzug über Hartmann, Scheitler, Schmutzler und Anonma, deren Direktschuss die Lattenoberkante rasiert, wurde auch nicht von Erfolg gekrönt (19.). Bayern-Trainer Günther Wörle bekannte nach dem Spiel, dass Jena bis dahin auch schon mit zwei Toren in Führung liegen konnte.
Nach einer halben Stunde dann die tragische Verletzung von Carioca bei einem Zweikampf, eine Bayern-Spielerin fiel ihr unglücklich auf den Fuß. In der Nähe stehende Zuschauer hörten es knacken. Jena danach etwas schockiert, Bayern kam zu Chancen durch Mandy Islacker, Burmeister reagierte großartig (41.), und Behringer per Kopf (45.+2.).
Nach der Pause spielte Jena zunächst etwas defensiver, gestaltete das Spiel aber weiterhin ausgeglichen. Die Jenaer Abwehr stabilisierte sich, nach vorn wurde gut kombiniert. Bayerns Chancen durch Aigner per Kopf (49.) und Behringers Freistoß (51.) verfehlten Jenas Tor.
Danach Jena wieder am Drücker, Anonma drang halblinks in den Strafraum ein, wurde aber im letzten Moment noch gestört, auch durch einen Zupfer am Trikot (54.). Eine Minute später rasierte Sylvia Arnolds Flankenball die Latte. Sabrina Schmutzler (67.) und Ivonne Hartmann (73.) hatten mit ihren Schüssen auch kein Glück. Anders die Bayern.
Bei einem Zweikampf zwischen Anna Höfer und Behringer kommen beide in Nähe der Grundlinie zu Fall – ein Pfiff ertönte – Elfmeter. Österreichs Nationalspielerin Nina Aigner ließ sich die Chance nicht entgehen (76.). Jena drängte auf den Ausgleich, kassierte aber noch das 0:2 der eingewechselten Sylvie Banecki (83.). Damit war das Spiel entschieden, der verdiente Punkt für Jena verloren. Beide Trainer waren sich nach dem Spiel einig, bescheinigten dem FF USV eine gute Leistung. Günther Wörle sah Jena stark verbessert gegenüber dem Hinspiel. Jenas Trainerin Heidi Vater konstatierte, dass das Offensivspiel sich weiter verbesserte, leider aber ohne zählbaren Erfolg. Schwerwiegender für Vater jedoch der Fakt, dass für Carioca die Saison beendet ist, jetzt, wo die wichtigen Spiele im direkten Vergleich gegen den Abstieg noch anstehen.
Jena: Burmeister; J. Arnold, Utes, Carol Carioca Martins de Pereira (35. Krämer), Höfer, I. Hartmann, Scheitler (78. Groll), Bayor, S. Arnold, Anonma, Schmutzler
Bayern: Leitner; de Pol, Paukner, Baunach, Roth, Rech; Behringer, Aigner, Würmseer (46. S. Banecki), Mirlach, Islacker (59. Bürki)
Torfolge:
0:1 Aigner (76./Foulstrafstoß),
0:2 S.Banecki (83.)
Zuschauer: 800
Schiedsrichter: Rafalski (Bad Zwesten)
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