[TuS Jena]
TSV Quakenbrück Dragons – TuS Jena Burgaupark Ladybaskets 71-48 (13-8|19-16|20-10|19-14)
Gute Stimmung bei Abfahrt der Burgaupark Ladybaskets am Sonntag früh in Jena, aber doch wohl mehr eine Art Galgenhumor, da sich im einzigen Kleinbus nur 6 Aufrechte um das Trainerduo Meier/ Rothämel versammelt hatten. Eigentlich hätte es einen Kampf auf Biegen und Brechen um eine Play- off- Teilnahme werden sollen, aber die Ausfälle von Denise Alkewitz, Clara Schmidt und vor allem Jenny Menz ließen die Jenaer Chancen von vornherein auf ein Minimum zu schrumpfen.
So war man gezwungen, auf den nötigen Druck in der Verteidigung, mit dem man letzte Woche Spitzenreiter Opladen zugesetzt hatte, zu verzichten und das Heil in einer Ball- Raum- Verteidigung zu suchen. Das einheimische Team war auch nur zu sechst, allerdings ergänzt um 3 US- Girls, die das Dragon- Team nicht nur quantitativ aufwerteten, sondern zusammen am Ende 37 Punkte auf dem Konto hatten. Erwartungsgemäß gingen die Gastgeberinnen in Führung, konnten sich aber vor allem dank guter Aktionen von Tanja Schäffner nicht entscheidend absetzen. (13:8 nach dem ersten Viertel) Die Zonenverteidigung, die man notgedrungen spielen mußte, gab Quakenbrück zwar mehr offene Würfe, sicherte aber zumindest den Reboundvorteil in der ersten Halbzeit.
Mit 8 Punkten Rückstand ging es in die Pause (32:24), für die TuS- Damen mit der Hoffnung, das eventuell etwas gehen könnte, für Quakenbrück mit der Erkenntnis,
daß vermutlich nicht doch noch ein Bus auftaucht, der neues Personal für Jena bringt. So wurde zu Beginn des 3 Viertels die neue Marschroute von Coach Matt Dodson deutlich, der mit mehr Druck auf die Offense der Ladybaskets für klare Verhältnisse sorgen wollte. Dies gelang zwar nicht vollständig, aber gute und vor allem erfolgreiche Abschlüsse gab es für die Gäste trotzdem jetzt eher selten. Auch weckte dieser Rhythmuswechsel die Zielstrebigkeit seiner Schützlinge im Angriff, so daß man jetzt um das Jenaer Team fürchten mußte. Wieder war es Tanja Schäffner, die ihrem Team vornweg marschierte, aber auch Antje Skorsetz und Amrei Bondzio sorgten dafür, daß die Artländerinnen nicht ohne alle Sorgen an das letzte Viertel denken konnten.
So konnte der letzte Durchgang dann noch halbwegs ausgeglichen gestaltet werden, allerdings ohne, den Play- off- Kandidaten noch ernsthaft in Verlegenheit zu bringen. Dazu war der Substanzverlust bei der immer noch mit Knieproblemen spielenden Frauke Till und auch bei Laura Masek zu groß. Immerhin versuchte man es die letzten Minuten mit der Mann- Mann- Verteidigung, um vielleicht doch noch einen Strohhalm für dieses Spiel zu finden.
Eine Minichance für eine Jenaer Play- off-Teilnahme gibt es aber noch, da der SC Rist Wedel bei Abstiegskandidat BG Bonn an diesem Wochenende patzte (66:67). Dazu sind aber eine Leistungssteigerung und vor allem mehr Spielerinnen bei den letzten beiden Spielen (07.03. in Köln; 14.03. in Jena gegen Berlin Baskets) nötig.
Tanja Schäffner 18 (2 3er); Amrei Bondzio 11 (1); Antje Skorsetz 8 (2); Frauke Till 5; Laura Masek 4; Nathalie Lyssenko 2
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