[TuS Jena]
Das es ein ganz schweres Stück Arbeit werden würde, wussten die Funkwerker bereits vor der Partie in Trier. Zu gut die Erinnerungen an das Hinspiel, als man nach ganz zähem Ringen erst in den Schlussminuten die Mannschaft um Center-Koloss Maik Zirbes niederringen konnte. Bis dato die einzige Niederlage, die die Moselstädter kassierten, wenn sie mit ihrem Jugendnationalspieler antraten. Am gestrigen Sonntag allerdings ging dieser Vergleich mit einer deutlichen Revanche für die TBB Juniors aus, die die Jenaer Youngster mit 67:45 in die Schranken weisen konnten.
Die Geschichte des Spieles ist schnell erklärt. Nach ausgeglichenem Start (3:2 für Jena nach 3 Minuten) brachte ein Rebound-Übergewicht die Gastgeber zunächst mit 12:3 in Front. Zu viele Abpraller landeten da in Händen der Zirbes’ und Co., daraus ergaben sich zweite und dritte Wurfchancen und anschließend Punkte. Doch die Funkwerker fingen sich, hielten fortan tapfer dagegen und schafften es, bis zur 16.Minute auf 18:21 zu verkürzen. Die Hoffnung war da, vor allem weil man mit wie immer guter Verteidigung auch den Trierern viele schlechte Würfe und Ballverluste abringen konnte. Doch ein erneuter kurzer Lauf mit drei erfolgreichen Dreiern brachte die Trierer noch vor dem Seitenwechsel wieder auf eine 13 Punkte Führung. Die Jenaer Jungs gaben sich dennoch nicht auf, kämpften aufopferungsvoll, doch der entscheidende Unterschied war, dass man selbst offensiv nie einen Rhythmus entwickeln konnte. Christian von Fintel, der zur Pause bereits 9 Zähler auf seinem Konto hatte, kam fortan kaum mehr erfolgsversprechend zum Abschluss. Der einzige Spieler, den man im zweiten Abschnitt überhaupt als konstante Gefahr für den Gegner etablieren konnte, war Felix Tölle. Der glänzte wieder einmal mit großer Treffsicherheit aus der Distanz, war mit 15 Zählern (bei 4 von 6 verwandelten Dreipunktwürfen) erfolgreichster Jenaer Akteur in Trier. Zwar mühten sich alle Funkwerker redlich, aber zu viele Fehlwürfe und teilweise auch schlechte Angriffsentscheidungen verhinderten ein offensiv besseres Ergebnis. Und da die TBB Juniors auch zu keiner Phase des Spieles locker ließen, unter anderem Top-Akteur Zirbes (18 Punkte/ 10 Rebounds) über 39 Minuten auf dem Feld stand, stieg der Rückstand aus Jenaer Optik konstant bis zum Endergebnis an.
Für die Funkwerk Junior Baskets Jena spielten: Felix Tölle 15 Punkte (4 Dreier), Christian von Fintel 9 (2 Dreier), Robert Zimmermann 7, Danny Kurban 6, Gregor Blossey 4, Diego Weber 2, Jacob Reichel 2, Alexander Staupendahl und Benjamin Dahnke. Die Wurfquoten aus dem 2er-Bereich (24%) und von der Freiwurflinie (36%) sowie die 17 Trierer Offensivrebounds mögen entscheidende statistische Marker dafür sein, warum die Niederlage dann schlussendlich doch deutlich ausfiel. Da half es auch nicht, dass man nur 9 Ballverluste verzeichnete – Trier dafür 21.
Da die Hoffnung aber bekanntlich zuletzt stirbt, warten die Funkwerker nun auf das Ergebnis aus Frankfurt. Sollten die Hexer aus Nürnberg dort am kommenden Sonntag mit 11 oder mehr Punkten gewinnen, dann liegt Jena in der Endabrechnung auf Rang 4 (und würde in der 1.Playoff-Runde gegen den amtierenden Meister Urspring antreten), ansonsten bleibt der undankbare 5.Rang und der Gang in die NBBL-Playdowns (mit Gegner BSG Junior Team Kurpfalz).
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