[TuS Jena]
In der Gruppe Mitte der NBBL, in der sich auch Jena ansiedelt, haben sich mit Breitengüßbach, Trier und Gießen bereits drei Teams frühzeitig für die Playoffs qualifiziert. Um sich noch Chancen auf den 4.Platz zu wahren, musste die Mannschaft um Funkerk-Capitän Gregor Blossey am Sonntag unbedingt gewinnen.
Nach einem Korbleger der Gäste zum 1:2 Stand in der zweiten Minute und anschließendem Konter vom Jenaer „Urgestein“ Danny Kurban gehörte die einzige Führung der Gäste der Vergangenheit an. Von Anfang an bewies Alexander Staupendahl, zum zweiten Mal hintereinander wieder in der Anfangsformation, Präsenz unter den Körben, steuerte Karrierebestleistungen in den Kategorien Punkte, Rebounds und Blocks zur Dominanz der Funkwerk Junior Baskets bei. Eine etwas schwächere Quote auf Seiten der Gastgeber konnte mit der deutlichen Überlegenheit am offensiven Brett mehr als kompensiert werden; somit wurde ein noch umkämpftes Anfangsviertel mit 17:12 gewonnen.
Weil Langen mit nur drei Spielern, die größer als 1,89m sind – gleichzeitig ihre Topscorer – angereiste, konnte das Trainerduo Stumpf/ S.Zimmermann versuchen, eine sehr kleine Mannschaft aufs Feld zu schicken. Weil aber in über drei Minuten bei gleichzeitig starker Verteidigungsarbeit nur zwei Punkte von Diego Weber erzielt werden konnten, wurde das Experiment beendet und die beiden Leistungsträger Gregor Blossey und Christian von Fintel wieder eingewechselt, die durch ihre aggressive Penetration in die Zone wieder für mehr Freiräume sorgten. Trotzdem zeigte sich Jena im Halbfeldspiel noch immer nicht treffsicher, und mit Zutun ihres besten Spielers Niklas Butz (15Pkt; 5Reb; 4Ass) konnten sich die Langener im Spiel halten. Das spektakuläre Alley-Oop Dunking von Benjamin Dahnke misslang leider haarscharf, konnte die Halbzeitführung nicht in den zweistelligen Bereich schrauben (33:25).
Mit sehr guter Wurfauswahl auf beiden Seiten begann ein zunächst ausgeglichenes drittes Viertel; das änderte sich schlagartig, als Jena mit der Einwechslung von Energiebündel Diego Weber zu einem 10-0 Lauf ansetzte. Durch Unkonzentriertheit im Ballvortrag begünstigt gelang aber den Gästen, die die Jenaer Pressverteidigung mit überlegten und langen Pässen aushebelte, direkt im Gegenzug ein 12-0 Lauf, der sich noch bis zur Mitte eines zähen vierten Spielabschnittes hinzog. Erst nach sechs Minuten ohne Korberfolg verbuchten die Funkwerk Junior Baskets durch einen Korbleger von Robert Zimmermann wieder Punkte, um dadurch die Führung wieder zweistellig ansteigen zu lassen (56:45). Mit einer reboundstarken Aufstellung sollte dann der Sieg in trockene Tücher gehüllt werden, während Langen nun vor allem durch Würfe jenseits der Dreipunktelinie versuchte, das Spiel nochmal zu drehen; näher als sechs Punkte sollten sie aber nicht mehr kommen. Jenas einzigen Centerspieler, Alexander Staupendahl, den sie nun an die Freiwurflinie schickten, verwandelte konsequent jeden zweiten seiner zugesprochenen Freiwürfe. Mit einem wunderbar herausgespielten freien Wurf verwandelte dann noch Gregor Blossey nach Anspiel von Robert Zimmermann zur Schlusssirene zum 66:56 Endstand. Die Leistung des Teams wurde auch nicht durch das Fehlen der Akteure Münsinger, Glück und Reichel geschwächt. Aktuell steht man nun zum ersten Mal auf Platz 4 der Tabelle (punktgleich mit Frankfurt). Die Entscheidung um den Einzug in die Playoffs fällt am letzten Spieltag im Fernduell gegen Frankfurt. Die Funkwerker spielen in Trier bereits am kommenden Sonntag und Frankfurt gegen Nürnberg eine Woche später.
Für Jena spielten: R. Zimmermann (8 Punkte; 5 Ass), G. Blossey (9; 4 Ass), D. Weber (5; 5 Reb), D. Kurban (13; 1 3er; 6 Reb), F. Tölle, B. Dahnke (5; 2 Stls), A. Staupendahl (16; 7 Reb; 2 Blks), Chr. von Fintel (10; 11 Reb; 4 Ass), J. Philipp (DNP) und J. Voigtmann (DNP).
Surftips:
Kommentarfunktion für diesen Artikel geschlossen.