[Agentur für Arbeit]
Für die meisten der am 30.09.08 noch unversorgten Bewerber wurden zwischenzeitlich Lösungen gefunden.
Die Verpflichtung des Ausbildungspaktes, jedem „unversorgten Bewerber“ des Ausbildungsjahres 2008 ein Angebot zu unterbreiten, wurde durch die Agentur Jena, die ARGEn im Verantwortungsbereich und die Partner – vor allem die Kammern – auch im fünften Paktjahr gemeinsam erfüllt.
Insgesamt hatten 36 Jugendliche – 17 Jungen und 19 Mädchen – am Ende des Berufsberatungsjahres 2007/2008 (30. September 2008) statistisch noch als unversorgt gegolten. Von diesen 36 jungen Menschen zählten 19 oder 53 Prozent zu den sogenannten Altbewerbern, d.h. sie haben die Schule bereits vor dem Jahr 2008 verlassen.
Für 26 oder 73 Prozent der Ende September noch unversorgten Bewerber konnte bis Mitte Januar 2009 eine Lösung gefunden werden. „Das ist ein gutes Ergebnis. Jeder ausbildungswillige Jugendliche hat ein Angebot erhalten. Der Pakt für Ausbildung hat sich damit auch im nunmehr fünften Jahr seines Bestehens bewährt“, informiert der Agenturleiter Dr. Ulrich Gawellek über den aktuellen Stand der Nachvermittlungsaktion.
Im Einzelnen nahmen acht Jugendliche eine betriebliche Ausbildung und drei eine Erwerbstätigkeit auf. Zehn mündeten in berufsvorbereitende Maßnahmen und drei in Einstiegsqualifizierungen ein. Zwei Jugendliche haben sich ohne Verbleibsinformation abgemeldet.
Mitte Januar 2009 galten 10 Bewerber statistisch noch als unversorgt. Bei allen Jugendlichen handelt es sich um Altbewerber, die zum überwiegenden Teil über einen Realschulabschluss verfügen.
Alle unversorgten Jugendlichen wurden zwischenzeitlich von der Arbeitsagentur und den Kammern angesprochen und erhielten Angebote in berufsvorbereitenden Bildungsmaßnahmen, betrieblichen Einstiegsqualifizierungen oder anderen Maßnahmen.
Dr. Ulrich Gawellek: „Jetzt bleibt abzuwarten, in welchem Umfang diese Angebote von den Jugendlichen genutzt werden. Wer Flexibilität beweist, hat die besten Chancen – das gilt in der Ausbildung genauso wie im späteren Beruf.“
Angesicht der demografischen Entwicklung appelliert der Agenturchef an die regionalen Unternehmen: „Der Nachwuchs wird knapp, und gerade die guten Schüler sind meist schon sehr früh vom Markt. Melden Sie uns jetzt Ihre Ausbildungsstellen 2009 – das erhöht Ihre Chancen, den “Wunsch-Azubi” zu finden.“
Er bedankt sich bei den Unternehmen, die dies bereits getan haben: „Sie beweisen Weitsicht, indem sie trotz der wirtschaftlichen Entwicklung ihren künftigen Fachkräftebedarf durch rechtzeitige Ausbildung sichern.“
Die Unternehmen und Verwaltungen können ihre freien Ausbildungsstellen wie folgt melden:
Jugendliche, die im Sommer eine Ausbildungsstelle suchen, sollten nicht mehr länger warten und sich schnell einen Termin zur Berufsberatung holen. Am einfachsten geht das über die Hotline 0 18 01/ 555 111*.
*) 3,9 Cent pro Minute aus dem Festnetz der Deutschen Telekom
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