[TuS Jena]
BG Bonn – TuS Jena Burgaupark Ladybaskets 55-66 (11-14|11-22|19-14|14-16)
Trotz des zweiten Tabellenplatzes traten die TuS Jena Burgaupark Ladybaskets die Reise zum ersten Punktspiel 2009 mit gemischten Gefühlen an. Nicht nur, dass mit Franziska Wenzel eine wichtige Spielerin aus der „Ersten Fünf“ für längere Zeit ausfällt, auch wusste niemand, ob Tanja Schäffner zum Spiel in Bonn wieder fit wird.
Beim Testspiel am Mittwoch gegen Regionaligisten DJK Bamberg war sie jedenfalls nicht dabei und die Verantwortlichen sahen neben einigen guten Ansätzen auch eine Menge Baustellen. Sogar das Wetter am Samstagmorgen schien mitzuspielen, der Straßenwetterbericht ließ einige Fragezeichen offen. Aber als die Jenaerinnen im Bonner Sportzentrum Pennenfeld aufliefen, waren die Unsicherheiten verflogen. Mit Selbstbewusstsein konnte man immer wieder die eigenen Stärken in die Waagschale werfen und ließ wenig Zweifel am Siegeswillen aufkommen.
Das Bonner Team war nicht mit der Mannschaft zu vergleichen, die sich im Oktober in Jena „abschlachten“ ließ. Trainerwechsel und die Anwesenheit der jetzigen Spielertrainerin Barbara Sundermann und College- Rückkehrerin Franziska Schreck zeigten schon positive Auswirkungen auf die mentale Disposition der Gastgeberinnen. Auch der US- Amerikanerin Mercedes Van Wagner, der in Jena überhaupt nichts gelang, konnte gestern ein anderer Arbeitsnachweis ausgestellt werden (10 Pkt., 8 Rebounds). So konnte sich ein munteres Spiel entwickeln, in dem die Burgaupark- Ladies aber fast immer den Kopf oben und die Nase vorn hatten.
Bereits im ersten Viertel erspielte man sich eine Reihe freier Würfe, verpasste es aber hier schon davon zu ziehen. Umso energischer drehten aber insbesondere Jenny Menz und Tanja Schäffner im zweiten Durchgang auf. Tanja war am Donnerstag bei ihrem ersten Trainingsversuch schon etwas sauer, dass die Kolleginnen ob des vorabendlichen Trips nach Bamberg noch etwas müde waren, nun hielt sie sich an den Bonnerinnen schadlos. Mit 14 Punkten Vorsprung ging es in die Kabinen, wo die Trainer vor dem dritten Viertel warnten, in dem Bonn im letzten Spiel den TSVE Bielefeld düpiert hatte.
Tatsächlich gab man dann auch diese Runde ab, vor allem, weil man wiederum gute Entscheidungen nicht konsequent in Punkte ummünzen konnte. Jetzt riss vor allem Frauke Till die Initiative an sich, sichere Distanzwürfe und sogar ein Steal am gegnerischen Aufbauspieler schrumpften die Bonner Hoffnungen immer wieder empfindlich.
Nicht unerwartet ließen die Kräfte der TuS- Damen etwas nach, aber das kann sicher in den nächsten Spielen genauso verbessert werden, wie die Wurfquote, die sicher aber auch mit ersterem zusammenhängt. Am Ende ein hart erarbeiteter Sieg, dessen mentale Komponente die Coaches optimistisch auf die restlichen 8 Spiele blicken lässt.
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