[Hanfrieds]
Es gibt Situationen, in denen eine Pause genau recht kommt – eine
willkommene Gelegenheit zum Erholen, neu Sortieren und Kraft schöpfen.
Manchmal jedoch kann eine Pause auch das genaue Gegenteil bewirken – man
verliert den Rhythmus, den Biss und vielleicht sogar ein wenig das Ziel
aus den Augen. Die Hanfrieds hatten eine solche Pause – zwei Wochen
waren seit dem Auswärtsspiel gegen die Mainz Golden Eagles vergangen und
eigentlich fühlten sich die Jenaer Footballer für das Spiel gegen die
Rhein-Neckar Bandits gut gerüstet – einem Spiel welchem eine
vorentscheidende Rolle im Kampf um die Relegationsplätze der
Regionalliga Mitte zugeschrieben wurde.
Und das nicht zu Unrecht, denn die einzigen Mannschaften, die den
Spitzenteams der
Liga in dieser Saison Punkte entreissen können, scheinen ebendiese
selbst zu sein. Und so empfingen die INJOY Hanfrieds (Platz 2) die Rhein
Neckar Bandits (Platz 3)
zum Spitzenspiel in der Regionalliga Mitte.
Die Hausherren gewannen den Münzwurf und entschieden sich, den Ball als
erste zu empfangen. Die Offense um Quarterback Robert Barczyk konnte
jedoch im ersten Drive keine Punkte einfahren. Danach waren die Bandits
am Zug, und nach einem langen Pass im 3. Versuch gelang den Gästen der
erste Touchdown. (PAt gut) zum Zwischenstand von 0:7.
Doch eine direkte Gegenantwort der Hanfrieds blieb aus. Der Angriff tat
sich schwer, gegen die schnelle Verteidigung der Gäste Raumgewinn zu
erzielen. Und so blieb man im ersten Quarter ohne Punkte. Auch im
zweiten Spielviertel waren es die Gäste, die Zeichen setzten. Ein
weiterer Passtouchdown (PAT nicht gut) brachte die Bandits mit 00:13 in
Führung. Der Hanfrieds Angriff blieb weiterhin farb- und glücklos. Wenn
es keine Strafen waren, welche die Offense der Thüringer zurückwarfen,
dann waren es schmerzhafte Ballverluste. Mehrere Male mussten die
Hanfrieds in aussichtsreicher Feldposition das Angriffsrecht nach
Fumbles an die Bandits abtreten und gingen mit null Punkten in die Pause.
Die zweite Hälfte begann mit den Bandits im Angriff. Und diese liessen
sich nicht lange bitten und schlossen Ihren ersten Offense-Drive mit
einem weiteren Touchdown ab (PAT nicht gut). Der neue Zwischenstand war
00:19 und die Hanfrieds waren am Zug. Die darauf folgende Angriffsserie
begann vielversprechend. Auch wenn das Paßspiel der Thüringer an diesem
Sonntag nicht besonders gut abgestimmt schien, arbeiteten sich die
Mannen um Robert Barczyk mit Laufspielzügen beständig übers Feld. Doch
ein weiterer Fumble, der von den Bandits erorbert wurde, machte den
Hanfrieds erneut einen Strich durch die Rechnung – die Mannheimer hatten
das Angriffsrecht und es dauerte nicht lange, bis ein weiterer
Passtouchdown für die Gäste (PAT nicht gut) erzielt war. Die Punktetafel
zeigte 00:25 und das letzte Spielviertel begann.
Die Hanfrieds bäumten sich noch einmal auf – man wollte auf keinen Fall
mit 0 Punkten auf dem eigenen Platz abserviert werden. Ronny Lehmuth
(#23) brachte schliesslich die Erlösung. Kurz vor Spielende lief er in
die Endzone der Bandits zum Touchdown und korrigierte so das Ergebnis
auf 6:25, was auch den Endstand der Partie markierte.
Mit dem Sieg übernehmen die Bandits den zweiten Tabellenplatz von den
Hanfrieds. Zwar gibt es noch ein Rückspiel in Mannheim, doch für die
Thüringer wird es schwer werden, im Rennen um die ersten zwei Plätze
weiterhin eine wichtige Rolle zu spielen. Denn bereits am 28.06.2008
erwarten die Freiburg Sacristans die Thüringer Footballer zum Rückspiel.
Und die Freiburger haben sich bereits in Jena als harter Gegner
erwiesen. Für die Hanfrieds heisst es jetzt so schnell wie möglich die
Niederlage ad acta zu legen, die Konzentration und das Selbstbewusstsein
der ersten Saiasonhälfte zurückzuerlangen und am 28.06. wieder
Hanfrieds-Football zu spielen. Alles andere kommt später…
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