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Jenaer November-Wetter - Zaghafter Wintereinbruch

[Fachhochschule]

Nach den ersten Schneeflocken Ende Oktober folgte sehr graues Novemberwetter. Eine knappe Woche war die Sonne kaum zu sehen. Eintöniger Nebel und Nieselregen bestimmten das Geschehen. Die relative Luftfeuchte blieb auch tagsüber bei 100%. Die Temperatur stieg allmählich auf zehn Grad an. Wie es bei solchen Wetterlagen typisch ist, waren die Temperaturunterschiede zwischen Tag und Nacht sehr gering.

Am 6. November lagen Minimum und Maximum nur 1,6°C auseinander, auch ein Anzeichen für sehr wenig Wind und geringen Luftaustausch. Erst in der zweiten Woche gab es endlich wieder „richtiges Wetter“. Die höchste Lufttemperatur wurde mit 16,4°C am 11. November erreicht. Ein wunderbarer Tag war auch der 15. des Monats, ein Samstag. Wer hier Zeit für ein paar Schritte durch die Landschaft fand, konnte bei strahlend blauem Himmel und Sonnenschein herrlich weit ins Land schauen. Die Tagessummen für Global- und UV-Strahlung spiegelten dies wider und verzeichneten für diesen Tag deutliche Höchstwerte.

Von völlig anderer Seite zeigte sich die zweite Monatshälfte. Ein Tiefdruckgebiet brachte hochgreifende polare Kaltluft. Ein gewaltiger Wintereinbruch und Schneechaos wurden angekündigt. Zwei Tage beschäftigte die Tagespresse dieses Thema. In allen Medien wurden Räumfahrzeuge abgebildet und die Salzreserven diskutiert. Am 21. war es in Jena wirklich soweit: Mittags erhob sich ein kurzer aber kräftiger Schneesturm. Am späten Abend wurde es etwas weiß. An elf Tagen sank die Lufttemperatur unter null Grad. Am kältesten war es mit -3,8°C am 25. November.

Insgesamt war der November mit 6,1°C trotzdem ein Grad wärmer als im Vergleichszeitraum 1961-90. Die Niederschlagssumme erreichte hingegen nur 23 mm, das sind etwa 30% weniger als sonst. Die stärksten Niederschläge (noch als Regen) verursachte die ausgeprägte Kaltfront am 20. November.


Kommentieren (0 vorhanden) | Lesezeichen | 4. Dezember 2008, 12:16




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