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Funkwerk Junior Baskets Jena gelingt Pokal-Revanche gegen Trier

[TuS Jena]

Es war ein Kampf auf Biegen und Brechen – und ein spannendes Ende mit Happy-End für die Funkwerker aus Jena. 62:56 wurde das Junior Team aus Trier nieder gerungen, und es hatte ob der größenmäßigen Dominanz der Moselstädter teilweise wirklich etwas von Ringkampf – keinen Zentimeter waren die Jenaer Jungs bereit, kampflos preiszugeben.

Nationalcenter Maik Zirbes mit seinen 2,08 Metern und 120 Kilo führte die lange Garde der Gäste an – doch auch die Dietz, M’Baidanoum und Grasser liegen oberhalb der 200 cm Körperhöhe. Das Team um Kapitän Gregor Blossey wußte, dass ein Sieg bitter nötig war, um die Playoff-Ambitionen „zu reanimieren“, nach den bitteren Niederlagen gegen Gießen zu Hause und in Frankfurt. Dies gelang, und damit auch die Revanche für die Halbfinalniederlage bei DBB-U18-Top 4 in Berlin im Mai, als die Gegner zwar TuS Jena und TSG Bernkastel-Kues hießen, die Spielerkader beider Teams aber fast identisch waren.

14 Führungswechsel bei 5 mal ausgeglichenem Spielstand spiegeln wieder, wie eng die Partie am Samstag Nachmittag war. Keine Mannschaft führte mit mehr als 6 Punkten, die Teams waren immer in Schlagweite. Es dominierte eindeutig die Verteidigung auf beiden Seiten. Kein Wunder, denn auf der einen Seite standen die Trierer Riesen und machten die Zone dicht, was so manchen Wurf der Funkwerker änderte – auf der anderen Seite leistete die Junior-Baskets Defence ganze Arbeit und machte es den Gästen konsequent schwer, zu leichten Abschlüssen in Korbnähe zu gelangen. So waren die Wurfquoten aus dem Zweipunktbereich nicht wirklich toll (Jena: 28%, Trier: 35%). Über die Viertelstände von 12:15, 31:30 (Halbzeit) und 48:50 näherte sich das Spiel im 4.Viertel der Entscheidung. Und als die Gäste dann doch irgendwann mal müde wurden, wendeten die Jenaer das Blatt. Zuerst musste Zirbes (19 Punkte, 12 Rebounds, 6 Blocks) das Feld mit seinem 5.Foul verlassen, und dann leisteten sich die Gäste folgenschwere Ballverluste unter dem Druck der Jenaer Verteidigung. 54:56 führte Trier noch in der 38.Minute, ehe ein 8:0-Lauf, angetrieben vom wieder starken Guard-Duo Gregor Blossey (16 Pkt.) und Robert Zimmermann (12) den so wichtigen Sieg aus Jenaer Sicht perfekt machte. Verlassen konnten sich die Funkwerk Junior Baskets Jena wieder auf ihre Trefferquote aus der Distanz (39%als Team, Paul Münsinger 3 von 4) sowie auf einen guten Teamrebound, der die überlegen Größe der Trierer fast komplett egalisierte. Zum Einsatz kamen: Gregor Blossey 16 Pkt. (5 Assists/ 3 Dreier), Robert Zimmermann 12 (6 Assists/ 2 Dreier), Paul Münsinger 9 (6 Rebounds, 3 Dreier), Christian von Fintel 9 (5 Rebounds), Danny Kurban 5 (4 Rebounds), Felix Tölle 4 (1 Dreier), Jacob Reichel 4 (4 Rebounds), Georg Glück 2, Alexander Staupendahl und Diego Weber. Für Trier ragte neben Zirbes auch Kilian Dietz (12 Punkte, 13 Rebounds) heraus.

Ein hart erarbeiteter Sieg der Jenaer Youngster – doch der 2.Teil des Doppelheimspiel-Kraftaktes folgt sofort. Am Freitag Abend empfängt man um 20:00 Uhr im letzten Heimspiel des Jahres mit dem TSV Breitengüßbach nicht nur einen langjährigen Rivalen, sondern auch den 2-maligen NBBL-Finalturnierteilnehmer und aktuellen Tabellenführer der Division Mitte. Und es wird wieder eine Klasseleistung notwendig sein, um dem Gast Paroli zu bieten und vielleicht für die nächste Überraschung zu sorgen.


Kommentieren (0 vorhanden) | Lesezeichen | 30. November 2008, 22:57




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